Das Lieben bringt groß Freud

Dichter: Schwäbisches Volkslied

Komponist: Friedrich Silcher

Das Lieben bringt groß Freud


1. Das Lieben bringt groß Freud, das wissen alle Leut.

Weiß mir ein schwarzbraun Mägdelein mit zwei schwarzbrauenen Äugelein,

das mir, das mir, das mir mein Herz erfreut.

2. Sie hat schwarz braune Haar, dazu zwei Äuglein klar,

ihr sanfter Blick, ihr Zuckermund hat mir das Herz im Leib verwundt.

hat mir, hat mir, hat mir das Herz verwundt.

3. Ein Brieflein schrieb sie mir, ich soll treu bleiben ihr.

Drauf schickt ich ihr ein Sträußelein von Rosmarin und Nägelein,

sie soll, sie soll, sie soll mein eigen sein.

4. Mein eigen soll sie sein, kein’m andern mehr als mein.

So leben wir in Freund und Leid, bis Gott der Herr uns beide scheidt.

Ade, Ade, Ade mein Schatz, leb wohl.

Die Gedanken sind frei

Dichter: ………..

Komponist: Volkslied

Die Gedanken sind frei

1. Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten,

sie fliehen vorbei wie nächtliche Schatten.

Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger sie schießen.

Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

2. Ich denke, was ich will und was mich beglücket,

doch alles in der Still’ und wie es sich schicket.

Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren;

es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

3. Und sperrt man mich ein in finstere Kerker,

das alles sind rein vergebliche Werke;

denn meine Gedanken zerreißen die Schranken

und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei!

4. Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen

und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen.

Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen

und denken dabei: Die Gedanken sind frei!

5. Ich liebe den Wein, mein Mädchen vor allen;

sie tut mir allein am liebsten gefallen.

Ich bin nicht alleine bei meinem Glas Weine,

mein Mädchen ist dabei: Die Gedanken sind frei!