Dichter: Max Stark
Komponist: Wilhelm Hohmann
Mein Vogtland.
1. Kennt ihr das Ländchen, so friedlich und frei?
Kennt ihr die Leute, so redlich und treu?
Kennt ihr die Wälder, die Täler und Höhn?
Vogtland, meine Heimat, wie bist du so schön!
Vogtland, meine Heimat, wie bist du schön!
Vogtland, meine Heimat, wie bist du schön!
2. Rauschendes Bächlein vom felsigen Rand
hüpfet und springet so sorglos durchs Land.
Grünende Matten im Waldesschatten:
Vogtland, meine Heimat, wie bist du so schön!
Vogtland, meine Heimat, wie bist du schön!
Vogtland, meine Heimat, wie bist du schön!
3. Vöglein im Walde, die singen so hell,
Rehe grasen am sprudelnden Quell.
Veilchen blühen im grünen Hain:
Vogtland im Walde, dort nur möcht ich sein!
Vogtland im Walde, dort möcht ich sein!
Vogtland im Walde, dort, dort möcht ich sein!
Dichter: Ludwig Grimm
Komponist: P. Gläser
Vogtlandlied
1.Vom grauen Felsen schau ich nieder in’s weite Land voll Sonnenschein.
Durch Flur und Wald erklingen Lieder, und tausend Blumen blühn im Hain.
Tiefdrunten wo die Wellen gleiten, erglänzt des Flusses silbern Band.
Wie bist du schön zu allen Zeiten, mein Vogtland du, mein Heimatland,
wie bist du schön zu allen Zeiten, mein Vogtland du, mein Heimatland!
2. Weit durch die Welt bin ich gezogen, sah Morgenlicht die Alpen glühn,
sah fern im Süd die blauen Wogen weißschäumend gegen Felsen sprühn.
Und doch im Schatten der Cypressen, im Brandungssturm am nord’schen Strand
hab deiner nimmer ich vergessen, mein Vogtland du, mein Heimatland,
hab deiner nimmer ich vergessen, mein Vogtland du, mein Heimatland!
3. Und wenn auf deine grünen Matten dann wieder hat mein Blick geschaut,
wenn mich umrauscht dein Waldesschatten, dein Himmel über mir geblaut:
Dann fühlt ich tief, daß all‘ mein Streben kein Glück in weiter Ferne fand;
in deinen Tälern nur mag’s leben, mein Vogtland du mein Heimatland,
in deinen Tälern nur mag’s leben, mein Vogtland du, mein Heimatland!
(Text von Ludwig Grimm – Aus „Blumen am Wege.“)
Wer in den Weiten des Internet nach dem Begriff „Vogtlandlied“ sucht, wird schnell feststellen, dass dieser Begriff nicht einheitlich verwendet wird. Zum einen dient der Begriff „Vogtlandlied“ ganz allgemein als Beschreibung von Liedern über das Vogtland. Zum anderen bezeichnet der Begriff „Vogtlandlied“ ein ganz bestimmtes Lied. Allerdings wird dieser Begriff derart oft im Zusammenhang eines anderen Liedes verwendet, dass man denken könnte, der Begriff gehöre zwingend dazu.
Bei den angesprochenen Liedern handelt es sich um (Textanfänge):
- Vogtlandheimat, traut und schön
- Mei Vogtland is doch wunnerschie
Beide Lieder wurden auf Liedpostkarten veröffentlicht. Das Lied „Mei Vogtland is doch wunnerschie“ von Hilmar Mückenberger (1855 – 1937) stammt aus dem Singspiel „Die Mühlchristl“. Er selbst hat es zumindest in der Öffentlichkeit vermieden, sein Lied mit „Vogtlandlied“ zu bezeichnen.
Den Text vom Lied „Mei Vogtland is doch wunnerschie“ findet man recht schnell im Internet. Als Suchbegriff bietet sich „Vogtlandhymne“ an. Der Text des Liedes „Vogtlandheimat, traut und schön“ lautet:
Vogtlandheimat traut und schön, Land der frischen grünen Auen. deine waldumrauschten Höhn tief hinab zu Tale schauen, wie ein Spielzeug hingestreut, sind die Dörfer mit den Hütten, drinnen wohnen schlichte Leut, mit viel Fleiß und guten Sitten
Deine Scholle rauh und hart, ist nicht sonderauserkoren, doch wir sind nach Väter Art, Heimat ewig dir verschworen, wer im Grunde dich erschließt, fragt nach keiner süßen Labe, liebt dich wie du grade bist, und vermißt doch keine Gabe.
Heimat laß in deiner Ruh, jedes wunde Herz genesen, Freund spende allen du, die zu wandern dich erlesen, grüße die in weiter Fern, unter fremden Menschen weilen, laß in Geist sie oft und, zu den stillen Bergen eilen.